Deutsche Kommunistische Partei - DKP
Minden
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Das Aktionsbündnis
MINDEN GEGEN Nazis erklärt zum heutigen Nazi-Aufmarsch:
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- Das Aktionsbündnis MINDEN
GEGEN Nazis begrüßt, dass sich trotz des schlechtern Wetters
so viele Menschen an den Protesten gegen den heutigen Nazi-Aufmarsch beteiligt
haben. Leider hat es sich gezeigt, dass die Strategie des 'aktiven Ignorierens'
nicht den gewünschten Erfolg gezeigt hat. Im Gegenteil war eine Tendenz
zu einer demobilisieren-den Wirkung zu erkennen: Es haben sich nicht so
viele Gegendemonstranten wie bei den vorherigen Aktionen beteiligt.
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- Dabei wäre es dieses Mal
ganz besonders wichtig gewesen, den Nazis die Straße nicht zu überlassen.
Zum ersten Mal nämlich hat sich die NPD als federführende Kraft
gezeigt. Der Aufmarsch und die Redner belegen den engen Schulterschluss
zwischen der NPD und den gewaltbereiten Kameradschaften. Hier
zeigt sich, dass unter dem Deckmantel des Parlamentarismus Gewalt als Mittel
zur Durchsetzung politischer Ziele benutzt wird.
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- Die Parolen und Reden der Nazis
waren volksverhetzend und menschenverachtend. Slogans wie 'Multikulti ist
Völkermord' und das Zeigen der Flagge der Reichskriegsmarine, die sogenannte
Reichskriegsflagge, wurden von der Polizei leider nicht unterbunden. Im
Gegensatz dazu wurden die Auflagen für die Gegendemonstranten sehr
kleinlich umgesetzt. Darüber hinaus wurde zu unverhältnismäßig
harten Maßnahmen gegriffen. So wurden z.B. rund 80 Gegendemonstranten
über vier Stunden in einem Polizeikessel festgesetzt und teilweise
erniedrigenden Behandlungen bei der Identitätfeststellung unterzogen.
Darunter befanden sich viele Schüler und Schülerinnen.
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- Dem gegenüber wurden Dreistigkeiten
der Nazis toleriert. So konnten sich Nazis unter die Gegendemonstranten
mischen. Dort machten sie von ihren Gegnern Fotos, ohne dass sie von der
Polizei daran gehindert wurden. Damit wurden die Antifaschisten der Gefahr
ausgesetzt, mit Bild auf 'schwarzen Listen' der Nazis zu erscheinen. Die
von der Einsatzleitung vielbeschworene Trennung zwischen den Lagern wurde
offenbar nur gegenüber den Nazigegnern konsequent umgesetzt.
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- Offenkundig hatte die Polizeiführung
dieses Mal den Auftrag, den Nazis unbedingt den Weg freizumachen. Das Aktionsbündnis
stellt daher die Frage: Wer ist für diesen Einsatzbefehl verantwortlich?
Dahinter können nur politische Kräfte vermutet werden. Welche
Verantwortung trägt der noch amtierende Landrat Wilhelm Krömer
(CDU) als Kreispolizeibehörde für diese Entscheidung?
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- Abschließend bleibt festzuhalten,
dass der Widerstand gegen die Propaganda der Nazis in Minden nicht nachlassen
wird. Alle MindenerInnen und Mindener sind aufgerufen, sich weiterhin aktiv
daran zu beteiligen.
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- Minden, 17.03.2007
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dsdf
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