- 1968 war ein bewegtes Jahr.
In Frankreich revoltierten Studenten. Auch in Deutschland geriet die studierende
Jugend in Bewegung. Die bisherige offen aggressive Politik der BRD gegenüber
der DDR hatte sich als zunehmend unwirksam erwiesen und wurde von der
sogenannten „Neuen Ostpolitik“ abgelöst. In der Tschechoslowakei war vom
“Prager Frühling“ die Rede. In Bonn wurden im Mai die Notstandsgesetze
verabschiedet. Es gab eine breite außerparlamentarische Opposition gegen
diese Notstandsgesetze und gegen den von den USA geführten und von Bonn
unterstützten Vietnamkrieg.
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Das KPD-Verbot
erwies sich als zunehmend unwirksam, um die Aktivität von Kommunistinnen
und Kommunisten zu unterbinden. Doch die zunehmenden Aktivitäten zur
Aufhebung des KPD-Verbots stießen auf harte staatliche Repression. Im
Februar 1968 wurde der Versuch, einen neuen Programmentwurf der KPD
der Öffentlichkeit vorzustellen, rigoros unterbunden.
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Es gab aber
Signale, dass die Neugründung einer kommunistischen Partei geduldet
werden könnte. Eine Reihe von Kommunistinnen und Kommunisten unternahm
daraufhin die Initiative zur Neukonstituierung einer legalen kommunistischen
Partei. Am 26. September 1968 wurde auf einer Pressekonferenz die Erklärung
zur Neukonstituierung der DKP der Öffentlichkeit vorgestellt.
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In Minden
wurde die DKP im Oktober 1968 gegründet.
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Was waren
die Hintergründe der Neukonstituierung der DKP? Welche Gründe sprachen
für die Neukonstituierung einer Partei? Was waren die grundlegenden
Positionen der DKP von Beginn an?
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Darüber werden
wir uns unterhalten
mit unserem Genossen
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Werner
Höner.
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Werner Höner
gehörte zu den Mitgliedern des Gründungsausschusses. Er kann als Zeitzeuge
aus erster Hand berichten. Über die internationalen Kontakte und Beratungen,
die Vorgänge auf nationaler Ebene und die lokale Situation in Minden
vor und nach der Gründung der DKP. Wir freuen uns auf einen Ausflug
in die Geschichte, wie er nicht jeden Tag geboten wird!