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Die Abzocke der Energiekonzerne
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In Minden wurde
zum 1. Januar 2006 der Gaspreis schon wieder erhöht; diesmal um etwa
10 Prozent. Die letzte Erhöhung war erst im August 2005. Und davor
mussten die Haushalte Ende 2004 bereits 8 bis 9 Prozent mehr verkraften.
Das Mindener Tageblatt (29.11.05) errechnete: Innerhalb eines Jahres kletterte
damit der Preis für Heizgas um 31 Prozent und der Grundpreis um 27
Prozent.
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Doch e.on zockt
die Haushalte nicht nur mit höheren Gaspreisen ab. Die Stromkunden
von e.on Westfalen-Weser erhielten zum Jahresanfang auch noch eine saftige
Strompreiserhöhung.
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Behauptet wird,
dass daran nur die steigenden Ölpreise schuld seien. An deren Preisentwicklung
sind die Gaspreise gekoppelt. Das ist politisch so gewollt.
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Eine Spur der
Preistreiberei führt geradewegs zu den Ölkonzernen. Die befinden
sich im Höhenrausch ihrer Profite. Die fünf weltgrößten
Erdölkonzernen fuhren im Jahr 2005 Profite von mehr als 100 Milliarden
Dollar ein. Das ist ein absoluter Rekord.
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Eine andere
Spur der Preistreiberei führt zu den wenigen Konzernen, die bei uns
den Gas- und Strommarkt beherrschen. Ihre Monopolstellung gibt ihnen die
Möglichkeit zu riesigen Profiten. Allein im ersten Halbjahr 2005
betrugen sie:
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e.on: 4.300.000.000
Euro
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RWE: 1.400.000.000
Euro
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EmBW: 864.000.000
Euro
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Vattenfall:
708.000.000 Euro
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E.on führt
die Liste der Profiteure an. Dank der gestiegenen Energiepreise verdreifachte
sich der Gewinn im dritten Quartal des vergangenen Jahres. Der Konzernüberschuss
betrug 3,3 Milliarden Euro. Im gleichen Zeitraum des Vorjahres lag die
Kennziffer noch bei 1,1 Milliarden Euro. Im gesamtem Jahr 2005 soll der
Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) den Vorjahreswert von 7,4 Milliarden
Euro übertreffen.
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Die Top-Manager
von e.on streichen für ihre Preistreiberei Spitzenvergütungen
ein. Im Jahre 2003 bekam jedes Vorstandsmitglied bei e.on im Durchschnitt
2,8 Millionen Euro; der Vorstandschef Bernotal noch etliches mehr. Das
war eine Steigerung im Vergleich zum Vorjahr um 75 Prozent.
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E.on will das
weltweit führende Strom- und Gasunternehmen werden verkündete
Vorstandschef Wulf H. Bernotal (MT vom 11.3.05). Mit den überhöhten
Preisen für Gas und Strom sollen wir die globale Expansion von e.on,
das Aufkaufen von Unternehmen in anderen Ländern bezahlen.
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Deshalb weigert
sich e.on bisher, seine Kalkulation offen zu legen. Aber erstmals haben
Gerichte den Verbrauchern recht gegeben; ohne eine Ofenlegung der Kalkulationen
ist eine Gaspreiserhöhung nicht mehr rechtens und der Kunde darf
verweigern, sie zu zahlen, Das tun immer mehr.
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Mehr Informationen
zu diesem Thema gibt es unter
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www.gaspreise-runter-owl.de
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Januar 2006