Deutsche Kommunistische Partei - DKP
Minden
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Mindener Haushalt
2008:
Auf Sand gebaut
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- Das Jahr 2008 bringt für
uns Bürger zunächst eine Gebührenerhöhung für das
Abwasser. Der Wirtschaftsplan der Städtischen Betriebe Minden lässt
schon die nächsten Erhöhungen für die Straßenreinigung
erahnen.
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- Für die CDU-Fraktion war
die Abwassererhöhung Grund, dem Haushalt nicht zuzustimmen. Das können
wir aber als vorgezogene Wahltaktik betrachten. Denn eine Antwort auf die
finanzielle Misere der Städte hat die CDU nicht. Alle bürgerlichen
Parteien treffen in Berlin in langjähriger trauter Gemeinsamkeit jene
finanz- und steuerpolitischen Entscheidungen, die für immer mehr privaten
Reichtum Weniger und für öffentliche Armut auf der anderen Seite
sorgen.
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- In Minden stehen den Investitionen
in Neubauten von einigen Schulen immer noch ein erheblicher Sanierungsstau
in alten Gebäuden gegenüber. Trotz Gebührenerhöhung
und weiteren Personalkürzungen, der Nichtbesetzung frei werdender Stellen
und dem Verzicht auf Krankheitsvertretungen, also mehr Druck auf das städtische
Personal, kommt Minden nicht aus der Finanzklemme.
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- Das große Loch, dass die
damalige Unternehmersteuerreform 2000 von SPD und Grünen in den städtischen
Haushalt gerissen hat, ist durch eigene Kraft gar nicht zu schließen.
Trotz Verkauf des Tafelsilbers, zuletzt der Wohnhaus, wird der Schuldenberg
nicht kleiner. Und die neue Unternehmenssteuerreform 2008 der Großen
Koalition in Berlin führt auch in Minden zu erneuten Mindereinnahmen.
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- Die weiteren Aussichten sind
nur schön gerechnet. Mit der neuen Buchführung (NKF) wurde eine
Ausgleichsrücklage eingeführt. Sie stellt eine rechnerische Größe
dar, bis zu der eine Verschuldung noch erlaubt sein darf. Sie ist nach der
jetzigen Berechnung bis zum Jahr 2009 mehr als aufgebraucht. Dann tritt
der Zwang in Kraft, weiter zu verkaufen, öffentliche Aufgaben und Dienstleistungen
nicht mehr zu erbringen usw. Minden steht eine dunkle Zukunft bevor.
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- Der Appell der Industrie- und
Handelskammer OWL, die in ihrer Neujahrserklärung wie gewohnt jede
Erhöhung der Gewerbesteuer ablehnt, ist eher ein Hinweis, wie aus der
Klemme herauszukommen ist: Eine kräftige Erhöhung gerade dieser
städtischen Einnahmequelle tut not. Es wäre nur ein kleiner Schritt,
die Umverteilung von unten nach oben etwas zu dämpfen. Die Städte
und Gemeinden brauchen mehr Geld. Die sprudelnden Gewinne insbesondre der
großen Unternehmen bieten dafür den Spielraum.
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- Was wäre, wenn sich Reiche,
Banken und Konzerne nicht mehr an der öffentlichen Armut bereichern
könnten und die 6,5 Millionen Euro Zinsen für Kreditmarktdarlehen
eingespart würden? Minden wäre in kurzer Zeit seinen Schuldenberg
los. Es wäre endlich Spielraum für eine bessere Kinderbetreuung,
für mehr Kultur in den Stadtteilen, für die Sanierung aller Schulen
vorhanden. ALG II-Empfänger müssten nicht mehr betteln für
ihre Schulanfänger, damit sie einen Ranzen und eine erste Schulausstattung
erhalten. Lernmittelfreiheit und eine bessere Förderung aller Schulkinder
unabhängig vom Geldbeutel ihrer Eltern wäre möglich. Nur
politischer Druck von links kann die Städte und Gemeinden aus dem Griff
der Gläubigerbanken befreien. Nur dieser Druck kann mehr soziale Gerechtigkeit
durchsetzen.
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- DKP Minden, Januar 2008
dsdf
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