Der US-amerikanische TV-Prediger und Bush-Berater Pat Robertson rief im August 2005 zur Ermordung des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez auf. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung sprach von einem „quasidiktatorischen Regime ‚außer Kontrolle’“, an dem in dieser notorisch instabilen Region niemandem gelegen sein könne.
Die der CDU nahestehende Konrad-Adenauer-Stiftung und ihr sozialdemokratisches Pendant, die Friedrich-Ebert-Stiftung, unterstützten und unterstützen die rechte Opposition. CDU/CSU und FDP riefen sogar im Bundestag nach einem Embargo gegen Venezuela zur Unterstützung der Putschisten.
Doch ein Putschversuch 2002 und die Sabotage der Erdölindustrie 2002/03 scheiterten ebenso wie der Versuch, Präsident Chávez im August 2004 durch ein Referendum abzuberufen.

Was macht die „Bolivarianische Revolution“ und Hugo Chávez aus der Sicht der rechten politischen Kräfte und der Herrschenden in den USA und bei uns so gefährlich?
Venezuela gibt dem Widerstand gegen neoliberale Politik Raum und Hoffnung. Es arbeitet eng mit Kuba zusammen und orientiert auf eine internationale Zusammenarbeit der südlichen Länder, auch gegen die Interessen der imperialistischen Metropolen.

Offen spricht Hugo Chávez vom Aufbau eines „Sozialismus des XXI. Jahrhunderts“.
Aus europäischer Perspektive wirken die gesellschaftlichen Verhältnisse oft als unveränderlich. In einer Reihe lateinamerikanischer Länder aber gibt es einen bemerkenswerten Aufschwung sozialer und indigener Bewegungen. Sie führten jüngst zur Wahl von Evo Morales zum Präsidenten Boliviens. Lateinamerika scheint nicht länger der Hinterhof der USA zu bleiben.
Wie sieht die Wirklichkeit in Venezuela aus?
Wie viel Hoffnung auf Veränderung in Lateinamerika ist berechtigt?
Wie sind die Perspektiven der „Bolivarianischen Revolution“?
Wie viel Solidarität ist notwendig und kann sie uns in unserem eigenen Ringen gegen Sozialabbau, Kriegsvorbereitung und Demokratieabbau helfen?
Wir haben André Scheer dazu eingeladen. Er kann aus erster Hand berichten. André ist Autor des Buches „Kampf um Venezuela“, hat das Land bereist und ist im Netzwerk Venezuela aktiv.
Die Veranstaltung findet statt
am Freitag, den 28. April
um 20 Uhr
im BÜZ-Mehrzweckraum in Minden.
Veranstalter: DKP MInden